Transformation
Wie die Arbeit mit KI in den Quartalsbericht der Geschäftsleitung gelangt
Die Stiftung AI Business Center (AIBC) ist ein Thinktank und Beratungspartner, der Geschäftsleitungen von Unternehmen aus Bau, Industrie und technischen Dienstleistungen dabei unterstützt, künstliche Intelligenz so einzusetzen, dass sie messbare Ergebnisse liefert und Wettbewerbsvorteile schafft. „Von KI zu BI“ nennen wir den Weg vom Einsatz künstlicher Intelligenz im Unternehmen zu den Kennzahlen, die die Geschäftsleitung jedes Quartal sieht; das beschreibt eine Richtung, keine eigene Leistung.
KI ist nicht mehr ein Kostenpunkt der IT-Abteilung. Sie ist zu einer Position geworden, die der CFO in Zahlen sehen will
Sprachmodelle erzeugen immer mehr Inhalte. Die Geschäftsleitung braucht Zahlen. Dazwischen liegt die Schicht, die wir aufbauen: Namen, Verantwortliche und Definitionen, die die Arbeit mit KI messbar machen.
Diese Schicht bauen wir mit der Methode der semantischen Transformation auf, also der Ordnung von Begriffen, Prozessen und Daten eines Unternehmens, sodass Menschen, Sprachmodelle und Berichte an die Geschäftsleitung sie gleich verstehen. „Von KI zu BI“ beschreibt, wohin dieser Weg führt: zu einem Quartalsbericht, in dem die Geschäftsleitung sieht, was die Arbeit mit KI bringt und was sie kostet.
BI steht für Business Intelligence: Ein Unternehmen führt Daten aus seinen Systemen zusammen, etwa aus Vertrieb, Finanzen und Produktion, beschreibt sie mit gemeinsamen Definitionen und zeigt sie der Geschäftsleitung als Kennzahlen in Berichten und Dashboards. Bei „von KI zu BI“ geht es darum, dass die Arbeit mit KI nicht beim Eindruck endet, dass Mitarbeitende Zeit sparen, sondern als Kennzahl mit Verantwortlichen und Definition in denselben Bericht gelangt, in dem die Geschäftsleitung Vertrieb, Kosten und Qualität prüft.
| KI erzeugt | Semantik ordnet | BI weist den Wert aus |
|---|---|---|
| Inhalte, Antworten, E-Mails, Dokumententwürfe; das Volumen wächst jeden Monat | Prozesse, Begriffe, Datenverantwortliche und Definitionen der Kennzahlen, gemeinsam für Abteilungen und Werkzeuge | Kosten, Zeit, Qualität, Compliance und Marke nach außen, jedes Quartal, im Bericht an die Geschäftsleitung |
Das mittlere Element ist das, wofür das Unternehmen bezahlt. Ohne es wird aus mehr Inhalten keine Zahl, nach der die Geschäftsleitung fragen kann.
Die Lücke zwischen Nutzung und Ergebnis
Laut McKinsey, The State of AI 2026, sehen 8 von 10 Beschäftigten Zeitgewinne durch GenAI; nur 4 von 10 Unternehmen sehen eine Wirkung auf das operative Ergebnis (EBIT). Die Differenz entsteht in der mittleren Schicht: dort, wo niemand den Prozess beschrieben, keinen Verantwortlichen bestimmt und keine Kennzahl definiert hat.
Warum sich der Buchstabe nicht von selbst ändert
„Von KI zu BI“ klingt, als würde sich nur ein Buchstabe ändern. In der Praxis liegt zwischen den beiden Buchstaben Arbeit, die kein Werkzeug dem Unternehmen abnimmt: Derselbe Parameter heißt in Vertrieb, Produktion und Finanzen jeweils anders, Daten zur Werkzeugnutzung sind keinen Prozessen zugeordnet, und für die zurückgewonnene Zeit gibt es niemanden, der entscheidet, wofür sie verwendet wird. Ein Dashboard auf solchen Daten zeigt Zahlen, beantwortet aber nicht die Frage der Geschäftsleitung.
Deshalb ist die Reihenfolge fest: erst Kompetenz, dann die Benennung der Prozesse, dann ihre Verknüpfung durch ein gemeinsames Vokabular und erst am Ende die Wertmessung. Die einzelnen Stufen beschreibt die Seite semantische Transformation.
5 Kennzahlengruppen und ihre Verantwortlichen
| Gruppe | Beispielkennzahlen | Verantwortliche im Unternehmen |
|---|---|---|
| Wert | Prozesszeit vorher und nachher, Durchsatz, Zahl der Vorgänge pro Person | Leitung der Abteilung, die den Prozess führt |
| Kosten | tatsächlich genutzte Lizenzen, Kosten pro Aufgabe; Tokens nur dort, wo nach Nutzung abgerechnet wird | Finanzen, IT |
| Qualität | Korrekturen, Rückfragen, Reklamationen zu Inhalten, die mit GenAI erstellt wurden | Prozessverantwortliche, Qualität |
| Compliance | Maßnahmen zur Förderung der KI-Kompetenz des Personals, Kundenkontaktpunkte mit Transparenzpflichten, KI-Anwendungsregister | Compliance, Recht |
| Marke nach außen | Präsenz, Beschreibung und Empfehlungen der Marke in Sprachmodellen | Marketing, Vertrieb |
Eine vollständige Beschreibung der Kennzahlen und ihrer Festlegung finden Sie auf der Seite KI-Wertbericht für die Geschäftsleitung.
Was die Geschäftsleitung jedes Quartal sieht
ILLUSTRATION, Beispieldaten. Der Bericht passt auf eine Seite und hat fünf Kacheln, eine pro Kennzahlengruppe:
- Wert: Zeit in ausgewählten Prozessen im Vergleich zum Ausgangszustand und der Trend der letzten Quartale.
- Kosten: tatsächlich genutzte Lizenzen im Verhältnis zu bezahlten Lizenzen und Kosten pro Aufgabe in den gemessenen Prozessen.
- Qualität: Korrekturen und Rückfragen zu Inhalten, die mit KI erstellt wurden.
- Compliance: Stand des KI-Anwendungsregisters und der Maßnahmen zu Kompetenz und Transparenz, mit einer Liste der zu entscheidenden Punkte.
- Marke nach außen: wie Sprachmodelle das Unternehmen beschreiben und empfehlen, im Vergleich zur vorigen Messung.
Unter jeder Kachel stehen eine Interpretation und eine Empfehlung für die Geschäftsleitung. Die konkreten Kennzahlen und ihre Werte legen wir mit den Verantwortlichen im Unternehmen fest; auf dieser Seite nennen wir bewusst keine Zahlen.
Wer was tut
| Rolle | wer | verantwortlich für |
|---|---|---|
| Empfänger | Geschäftsleitung, Aufsichtsrat | Entscheidungen auf Basis des Berichts |
| Kennzahlenverantwortlicher | Abteilungsleitung | Definition und Qualität der Kennzahl |
| Prozessübersetzer | Mitarbeitende der Abteilungen | Pflege der Beschreibungen, auf die sich die Kennzahlen stützen |
| Architekt und Interpret | Stiftung AI Business Center | Vokabular, Definitionen der Kennzahlen, Briefing, Interpretation, Empfehlungen |
| BI-Umsetzung | IT des Unternehmens oder Partner | Datenmodell, Datenflüsse, Dashboard |
Wir führen keine BI-Werkzeuge ein. Wir legen fest, was und wie gemessen wird. Die Stiftung ist anbieterneutral: Wir verkaufen weder Lizenzen noch Implementierungen. Wir stehen auf der Seite der Geschäftsleitung — wir helfen, den Auftragnehmer auszuwählen, Anforderungen und Kriterien festzulegen, das Vergabeverfahren oder die Ausschreibung durchzuführen sowie Angebote und die Qualität der Auftragnehmer zu bewerten. Die Entscheidung trifft die Geschäftsleitung.
Semantik nach außen im selben Bericht
Dasselbe Vokabular des Unternehmens entscheidet darüber, ob ein Modell die Arbeit des Unternehmens erledigt und ob es das Unternehmen einem Kunden korrekt empfiehlt. Deshalb steht die Gruppe „Marke nach außen“ im selben Bericht wie Wert und Kosten. Wir speisen sie mit der Markenanalyse in Sprachmodellen.
Häufige Fragen
Ist das die Einführung eines BI-Systems?
Nein. Wir führen keine BI-Werkzeuge ein. Wir legen fest, was und wie gemessen wird, bestimmen die Verantwortlichen für Kennzahlen und die Datenquellen und erstellen ein Briefing. Datenmodell und Dashboard baut die IT-Abteilung des Unternehmens oder ein von ihm benannter Partner, in einem Werkzeug, das das Unternehmen bereits nutzt oder selbst wählt.
Ab welcher Stufe der Transformation ist das sinnvoll?
Der Wertbericht ist nach der zweiten und dritten Stufe sinnvoll, wenn die Prozesse benannt und durch ein gemeinsames Vokabular verknüpft sind. Vorher lassen sich Kompetenz und Werkzeugnutzung berichten, aber nicht der Wert in den Prozessen. Wo das Unternehmen heute steht, zeigt die 30-Tage-Reifegradanalyse.
Sind Tokens ein gutes Maß für KI-Kosten?
Nur dort, wo das Unternehmen nach Nutzung bezahlt, etwa bei Integrationen und Agenten, die nach Verbrauch abgerechnet werden. Bei Lizenzen pro Arbeitsplatz zahlt das Unternehmen für den Platz; die richtigen Kennzahlen sind dann tatsächlich genutzte Lizenzen und Kosten pro Aufgabe.
Worin unterscheidet sich diese Arbeit vom Projekt eines BI-Integrators?
Der Integrator baut Data Warehouse, Datenflüsse und Dashboards. Wir befassen uns mit der Schicht davor: Namen, Definitionen der Kennzahlen, Verantwortliche und der Frage, welche KI-gestützten Prozesse sich überhaupt zu messen lohnen. Beide Arbeiten ergänzen sich; der Integrator erhält von uns ein Briefing statt Vermutungen.
Beginnen wir mit einer Analyse
Der Bericht ist sinnvoll, wenn die Prozesse benannt und verknüpft sind. Die 30-Tage-Reifegradanalyse zeigt, wie weit das Unternehmen von diesem Punkt entfernt ist. Sprechen wir über die Analyse.